ILMOPLAN - interaktive Layout- und Montageplanung

ILMOPLAN ist ein modular aufgebautes Programmpaket, dessen Module über einen NAVIGATOR angesprochen werden.
Innerhalb des Navigators werden die Module durch den Datenfluss (Dateien) und durch Befehle/Links verbunden. Voraussetzung zum Start der einzelnen Module/Funktionen ist die (formale) Existenz der jeweils erforderlichen Dateien.
Im NAVIGATOR gibt es ein ausgefeiltes und effektives Datenmanagement.
Verschiedene Module können auch separat aufgerufen werden. Zur Nutzung der Module außerhalb des Verbundes sind Eingabehilfen in Form von Masken vorhanden; in einigen Fällen können Excel-Tabellen eingelesen werden.
Für ILMOPLAN werden Lizenzen an interessierte Partner und Nutzer vergeben.
Projektnavigator
Navigator zum Projektstart
Der NAVIGATOR organisiert die Projektarbeit und legt mit der Eröffnung neuer Projekte alle erforderlichen Pfade und Start-Dateien an; er gibt die Arbeitsfolge vor und nur die Aktivitäten werden möglich, für die die erforderlichen Daten zumindest formal erarbeitet sind.
Der NAVIGATOR gibt immer eine Übersicht über den Bearbeitungsstand im Projekt.
NAVIGATOR zum Projektabschluss
Erfassung von Eingangsdaten
Zusammenstellung einer Teileliste
Die Eingangsinformationen werden in spezifizierten Dateien erfasst,
- z.B. das Produktmodell in der Produktstruktur mit dem Standort der Teilemodelle
- außer dem Produktmodell werden auch Behälter zur Teilebereitstellung gesammelt
- allgemeine Ausrüstungen werden zusammengestellt.
Für jede Gruppe von Eingangsdaten gibt es Eingabemasken zur manuellen Erfassung aber auch die Möglichkeit, Excel-Dateien einzulesen.
ILMOTRIX
ILMOTRIX ist das Modul, mit dem die montagerelevanten Parameter des Produktes erfasst und verwaltet werden; dazu dient eine Fügematrix mit:
- Fügebeziehungen zwischen den Teilen: Welches Teil wird an welches Teil gefügt?
- Charakteristik der Fügestelle:
- Toleranzen der Teile und Passung der Paarung
- Koordinaten im Produkt
- Masse der Teile
- besondere Bedingungen/Erschwernisse
- Anzahl der Teile einer Teileart
- Kosten der Teile.
Die Fügematrix wird automatisch aus der Teilesammlung generiert und bei jeder Öffnung aktualisiert.
FÜGE-Matrix (Auszug) mit MTM-Symbolen und Bewertungstableau
Die Beschreibung der Fügebeziehungen in spezielle Eingabemasken wird direkt in ein FÜGE-Symbol nach den Systemen vorbestimmter Zeiten (SvZ) übersetzt und der Zeitanspruch bei der Handlungsausführung wird angezeigt.
Statt der aufwändigen manuellen Eingabe können montagerelevante Extrakte des Produktes aus den 3D-CAD-Modellen mehrteiliger Produkte (Autodesk MDT6, INVENTOR 2010) eingelesen werden.
Die Zeiten der SvZ und Prozesszeiten aller Fügestellen werden aufsummiert, mit den Kostensätzen der Montageabteilungen und einer geschätzten Relation von Primär- und Sekundär-Montage (in Anlehnung an LOTTER) verbunden; es ist eine erste Abschätzung des Montageaufwandes gegeben.
ILMOTRIX ist in ILMOPLAN ein zentrales Element der Montageplanung.
ILMOGRIP
ILMOGRIP generiert und aktualisiert analog zur Fügematrix eine Matrix aus der Teileliste und der Behälterliste; die Teile werden mit den Behältern verknüpft, der Ordnungsgrad und die Abmessungen bestimmt und das SvZ-Symbol mit der zugehörigen Zeit für den Greifvorgang innerhalb der Handlung automatisch bereitgestellt.
ILMOANOP
ILMOANOP wird bei der Gestaltung von Montageverrichtungen (vor der Leistungsabstimmung) und Montagestationen (nach der Leistungsabstimmung) genutzt.
1. Schritt: Sammlung der Fügestellen der Verrichtung/des Vorganges
Die Fügestellen werden aus der Fügematrix nach technologischen und ergonomischen Regeln in die Handlungszone gezogen (meist für Verrichtungen) oder nach der Leistungsabstimmung für Stationen eingelesen.
2. Schritt: Anordnung der Teile und Ausrüstungen im Greifraum
Interaktive Anordnung der Behälter und WerkzeugeDie Anordnung erfolgt entweder für Sitz- oder für Steh-/Geh-Arbeitsplätze - dann natürlich nach unterschiedlichen Regeln der Ergonomie oder auch in Varianten.
Für die Anordnung können einige Einstellungen vorgenommen werden:
- Körperhöhe der Mitarbeiter,
- Übungsgrad aus dem Seriencharakter,
- Größe der Arbeitsfläche und der Montagevorrichtung,
- Flussrichtung innerhalb arbeitsteiliger Strukturen.
3. Schritt: Handlungsbeschreibung und Zeitbestimmung
Für das entworfene Layout wird mit dem Modul ILMOSvZ die Handlungsbeschreibung für das gewählte SvZ (MTM oder WF Schnellverfahren) einschließlich der Zeitzuordnung generiert.
ILMOSvZ
ILMOSvZ dient der Erfassung und Darstellung von Handlungsbeschreibungen mit Systemen vorbestimmter Zeiten. Listenstrukturen werden vorgegeben, Symboleingabe führt zur Zeitermittlung, Zeitsummen werden über die Handlungsbeschreibung gebildet, wobei z.B. die Gleichzeitigkeitsregeln des MTM-Verfahrens berücksichtigt werden.
Eingabemasken werden bereitgestellt.
Da die Handlungsbeschreibung sehr aufwändig ist, empfiehlt sich die automatische Generierung der Handlungsbeschreibung im Rahmen der Anordnungsoptimierung mit ILMOANOP.
ILMOSvZ unterstützt auch die Erfassung von Zusatzhandlungen, die wiederkehrend als Standardhandlung in die SvZ-Beschreibungen aufgerufen werden sollen, z.B. Justage- und Prüfarbeiten.
ILMOZAB
In den meisten Montageprozessen sind die Relationen zwischen Montageaufwand als Summe der Verrichtungszeiten und dem Arbeitszeitfonds so, dass ARBEITSTEILUNG oder MENGENTEILUNG vorgesehen werden muss, was zur Strukturierung der Montageprozesse zwingt.
ILMOZAB dient der Definition und dem zeitlichen Abgleich von Montagestationen in arbeitsteiligen Prozessen (manchmal auch Arbeitsstrukturierung, Taktung von Montagefliessreihen oder Leistungsabstimmung genannt).
Die Strukturierung gilt als einer der aufwändigen Planungsschritte., wenn die Aufteilung manuell erfolgt.
Effektiver ist aber die Unterstützung mit dem Modul ILMOZAB; der dazu erforderliche Datenfluss im System ILMOPLAN ist eine Komponente der Effektivität in der Planung.
Als Eingangsdaten dienen ein Vorranggraph und die Aufwändungen in den einzelnen Verrichtungen.
Das Programm ILMOZAB arbeitet intern in zwei Schritten:
- die Verrichtungen im Vorranggraphen werden in zulässigen Reihenfolgen zu einer Verrichtungskette gestreckt,
- die Verrichtungskette wird in Abschnitte gegliedert, die zeitlich unterhalb des Ausstoßrhythmus liegen; die Gliederung jeder Kette erfolgt dabei sowohl vom vorderen als auch vom hinteren Ende.
Die Ergebnisse werden tabellarisch und grafisch zur Entscheidung angeboten .
Zur Entscheidung für einen Lösungsvorschlag werden mit der Anzahl Arbeitsplätze, den Ausrüstungskosten usw. ausreichend Kriterien bereitgestellt.
Auslastungsdiagramm und Prozessstruktur einer Abstimmungsvariante
Die Qualität einer Leistungsabstimmung ist von der Relation der Verrichtungszeiten und dem Ausstoßrhythmus (der Taktzeit) abhängig und in diesem Beispiel sehr ungünstig.
ILMOCAD
ILMOCAD ist kein CAD-System; mit ihm werden geometrische Planungsergebnisse aus der Anordnung mit Hilfe eines CAD-Systems zusammengestellt.
ILMOCAD treibt das gewählte CAD-System an, sammelt alle Komponenten eines Prozessmodells und steuert die zielgerichtete Ausgabe.
Auswahl von Steuerungsdateien (oben) und Anzeige von CAD-Dokumenten (unten)Die Steuerungsdaten stammen aus der Liste der definierten und gestalteten Montagevorgänge im NAVIGATOR. Sie stehen in den oberen Fenstern und werden vom Planer kombiniert.
Vorhandene CAD-Dokumente werden im unteren Bereich angezeigt.
Arbeitsplatz mit Bewegungsbahnen (generiert mit ILMOCAD)
Das Ergebnis zeigt u.a. auch ungünstige Bewegungslinien von unten.
Ausgangsmodell Montagevorrichtung
Letztlich steht auch eine Startskizze zur Entwicklung von Montagevorrichtungen bereit.
Besondere Möglichkeiten
Im Verlaufe von Entwicklungs-, Konstruktions- und Planungsarbeiten sind Änderungen am Produkt oder am Prozess nicht auszuschließen; sie werden ohne großen Aufwand im Projekt fortgeschrieben.
Am Ende des Produktlebenszyklus müssen Produkte zurückgenommen und aufgelöst werden; ILMOPLAN unterstützt bei der Herleitung von Demontageprojekten direkt aus dem
Montageprojekt.
