frühe Ermittlung von Montagekosten
(Beschreibungen in Arbeit)
Wesentliche Merkmale der Montage sind das ZUSAMMENFÜHREN und das FÜGEN von Einzelteilen und Baugruppen zu einem mehrteiligen Produkt - oft ergänzt durch Fügeverfahren, z.B. SCHRAUBEN, SCHWEIßEN, ...
Folgt man etwas großzügig der Definition von B. LOTTER, dann entspricht das Fügen der PRIMÄRMONTAGE (nach B. WÜNSCH: dem produktiven Kern) und das Zusammenführen durch Handlungen/Bewegungen der SEKUNDÄRMONTAGE, wobei beide unabdingbar zusammengehören.
Aus dieser Zusammengehörigkeit ergeben sich Handlungszyklen, für die zu einem frühen Zeitpunkt eine Kostenabschätzung zur Montagehandlung möglich wird. Bei systematischer Montageplanung denkt der Planer in Zyklen und gestaltet die Voraussetzungen zur effektiven Montagehandlung.
Basis der Kostenabschätzung können Systeme vorbestimmter Zeiten (SvZ) sein, die solche Zyklen als analytische und synthetische Hilfen nutzen.
Der im Folgenden dargestellte Handlungszyklus enthält die häufigsten relevanten Grundbewegungen nach den SvZ; sie können ergänzt werden durch Körper-, Arm- und Fußbewegungen und auch Funktionen mit visueller Kontrolle enthalten.
Die verbreitetsten SvZ sind das MTM-Verfahren (Metods Time Measurements) und das WF-Schnellverfahren (WORK FACTOR). Die SvZ besitzen normative Zeitbewertungen auf der Basis der Grundbewegungen und der Ausprägung zugehöriger Einflussfaktoren.
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Das FÜGEN als produktiver Kern der Handlung wird vor allem durch die konstruktive Lösung des Produktes beeinflusst: Teilezahl, Fügeverfahren, Verbindungsarten, Toleranzen und Passungen, Fügerichtungen, Zugänglichkeit zu Fügestellen, Masse und Formsteifigkeit der Teile und eine Reihe weiterer Faktoren bestimmen den Zeitaufwand an der Fügestelle - in Anlehnung an B. LOTTER: der PRIMÄRMONTAGE.
Wenn es gelingt, den Anteil der SEKUNDÄRMONTAGE - gebildet aus GREIFEN, TEILETRANSPORT u.a. Bewegungen - einzubeziehen, erhält man die
Montagezeit.
Mit der Handlungsstruktur PRIMÄR-Montage und SEKUNDÄR-Montage existiert ein Ansatz zur Bestimmung der MONTAGE-ZEIT, wenn es gelingt, die Zeit für das FÜGEN zu bestimmen; die erforderlichen konstruktiven Daten stehen im virtuellen 3D-Produktmodell.
Zur Angabe des Anteils Sekundär-Montage muss man - aus dem Erfahrungsschatz - einen Wert vorgeben.
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Grundsätzlich können die erforderlichen Informationen zur Ermittlung des Kostenaufwandes für das FÜGEN aus den virtuellen Produkten verschiedener CAD-Systeme extrahiert werden, wenn der Konstrukteur seine vollständige Beschreibung eingegeben hat.
Durch Angabe einer geschätzten oder bekannten Relation von PRIMÄR- zu SEKUNDÄR-Montage ergibt sich die Möglichkeit, die wahrscheinliche Gesamtzeit abzuleiten.
Um danach zur Kostenbewertung zu kommen, werden den Zeiten die Kostensätze
der Unternehmen hinzugefügt.
Wir hatten uns mit den Produkten von Autodesk verbunden und für die 3D-CAD-Systeme Mechanical Desktop 6 und INVENTOR 2010 entsprechende Extraktionsroutinen geschaffen.
Anmerkung:
Die Veränderungen in der Funktionalität von Autocad Mechanical 2010 ff. veranlassten uns, im Entwicklungsprozess unserer Werkzeuge auf INVENTOR zu
setzen.
